21 Tage nach Schulschließungen und 14 Tage seit Kontaktverbot

… nehme ich weitere Verschiebungen wahr. 

Einerseits gibt es den wirklich überwiegenden Teil an Menschen mit denen ich Kontakt habe, deren Einstellungen zu mehr Gemeinsinn sich manifestiert haben. Danke! 

Achtsamkeit gegenüber sich selbst, gegenüber anderen. Achtsamkeit auch gegenüber den Maßnahmen, mit denen die Pandemie in ihrem Fortgang „entzerrt“ werden soll. #flattenthecurve bedeutet viele persönliche Einschränkungen und manch eine/r kann nur schwer damit umgehen.  

Gesellschaft muss achtsamer sein

Die Notrufe wegen Gewalt in der Familie, die Plätze an Schutzorten für Frauen wegen häuslicher Gewalt werden ausgebaut. Das Pendel schlägt selbst bei den „normalen“ Menschen und Familien aus.  

In der Gemeinschaft der Gesellschaft gibt es neben denen, die sich aus Zuversicht den gesellschaftlichen Aufgaben stellen, diejenigen, die immer mehr in Verschwörungstheorien abrutschen. Manches ist einfach nur haarsträubend, anderes scheint irgendwie möglich zu sein. 

Sei es drum: das gesellschaftliche Klima hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Dieses zeigt sich in Krisenzeiten noch einmal mehr. Diejenigen die auf sich bezogen sind, sind mehr geworden. Vor allem aber sind sie lauter geworden. Manch einer denkt, dass die Lautstärke ein Symbol der Stärke dieser Flügel ist. Nein Lautstärke ist kein Zeichen von Stärke und Macht.  

Aus dem Alltag

So wie der eine der in der vergangenen Woche die sozialen Netzwerke dazu nutzt Verkäuferinnen eines Supermarktes zu beschimpfen, weil diese versuchen gemäß ihrer Hausordnung die Benutzung eines Einkaufswagens vorzuschreiben. In der Zeit, die er darauf verwendet sich immer tiefer in krude Verschwörungstheorien hineinzusteigern, in deren Verlauf auch Begriffe wie Selbstverteidigung und Selbstjustiz fallen, hätte er es einfach machen können. Aber er fühlt sich von allen und jedem in seinem Alltag bedroht und verteidigt seine vermeintlichen Persönlichkeitsrechte. Institutionen und Menschen dringen in seine persönlichen Räume ein und er muss sie verteidigen. Dabei spielen die Räume der anderen keine wirkliche Rolle.  

Das ist so wie mit der häuslichen Gewalt. Das enge Beieinander, was schon zur Weihnachtszeit immer wieder zu extremen Situationen führt, ist gerade Dauerzustand für einige Menschen.

 

 Die wenigsten sind auf solche extreme, vor allem unbestimmte Situationen vorbereitet. 

 Sowohl, was das private Umfeld betrifft, als auch was berufliche Situationen betrifft.  

Arbeitswelt muss sich anpassen

Wenn Dinge lange nicht möglich waren, plötzlich aber möglich werden, dann fehlt einerseits die Zeit sich darauf einzustellen und vor allem fehlen den EntscheiderInnen die Möglichkeiten verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen. 

Was unter „homeoffice“ verstanden wird, kann man jeden Tag in den sozialen Medien finden. Wenn ich allerdings die meist spassigen Beschreibungen und Bilder auf ihren wahren Hintergrund untersuche, dann stecken vor allem folgende Probleme und Herausforderungen im eben dieser Arbeitsform: 

  • Es gibt von den Unternehmen keine klar eingeführten und vor allem gemeinsam erarbeiteten Regularien für homeoffice. Angefangen von der technischen und materiellen Ausstattung, über die Frage der Telefonie, bis hin zur internen Kommunikation der Mitarbeitenden und Führungskräfte. Was bei den einen gegebenenfalls schon länger diskutiert wurde, wurde in anderen jetzt über das Knie gebrochen. 
  • Was hat „homeoffice“ für Auswirkungen für die Präsenzmitarbeitenden?
    Die einen machen im besten Fall „Stallwache“, im schlimmsten Fall sogar Kurzarbeit und die anderen sind im homeoffice. Wie sprechen diese Gruppen miteinander? Wie können sie sich begegnen, austauschen, miteinander in Kontakt bleiben? Wie geht man im Team mit Unklarheiten in den Abläufen um?  
    • Welche technischen Voraussetzungen liegen hierzu vor? 
    • Welche Kommunikationsregeln gibt es im Unternehmen? 
    • Welche Regeln für Disziplinenübergreifende Zusammenarbeit gibt es? 
  • Wie führt eine Führungsperson vom homeoffice aus? Welche besonderen Möglichkeiten existieren, damit nicht der Eindruck permanenter Kontrolle bei den Mitarbeitenden bleibt? Wie schafft man es gegenüber Kunden und Klienten mit klaren Strukturen aufzutreten, ohne dass diese spüren, dass man sich in der Erprobungsphase einer pandemiebedingt neuen Arbeitsweise befindet? Wieviel wird am Ende der extremen Zeit in den betrieblichen Alltag übergehen, die Kultur nachhaltig verändern? 

Das sind nur wenige Fragen von denen, die ich am Telefon oder in Videokonferenzen zu hören bekomme.  

Es geht immer um die aktuelle Situation, aber auch das was dann kommt. 

Das ist die Unbestimmtheit, von der ich am Anfang schrieb: was kommt danach? Wann beginnt dieses danach? Wie schaffen wir es im Jetzt eine lernende, offene, kundenorientierte und positive Organisation zu bleiben? 

Ich unterstütze Sie, wenn Sie ihre Situation persönlich als bedrohlich empfinden. 

Ich unterstütze Sie, wenn Sie Arbeitskultur und Abläufe in den Unternehmen hinterfragen und auf Zukunft orientieren wollen. 

Es ist an der Zeit Ängste zu nehmen und Realismus, am besten Optimismus zu geben. Dazu gehört vor allem genau zu ergründen, was das wirklich für Ängste und Unsicherheiten sind, was der Kern des Problemes ist.  

 

Sprechen wir miteinander. Lernen wir miteinander. Selbstbewusst und achtsam.  

Für die Herausforderungen der Gegenwart und den Weg in die Zukunft.  

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